Neuer nationaler Leitungskataster: Bundesrat eröffnet Vernehmlassung
Mit einer zeitgemässen Dokumentation der ober- und unterirdischen Leitungen sollen sich beispielsweise Bauvorhaben im Untergrund einfacher planen und die Risiken besser abschätzen lassen. Dazu will der Bundesrat einen nationalen Leitungskataster schaffen. An seiner Sitzung vom 10. Januar 2024 hat er die erforderlichen rechtlichen Grundlagen in die Vernehmlassung geschickt.
Die Leitungen zur Ver- und Entsorgung sind in der Schweiz sehr unterschiedlich dokumentiert und zugänglich. Mit einer Ergänzung des Geoinformationsgesetzes sollen die gesetzlichen Grundlagen für einen Leitungskataster Schweiz (LKCH) geschaffen werden. Dieser soll schweizweit vollständig und flächendeckend Geodaten zu ober- und unterirdischen Leitungen und den dazugehörigen Infrastrukturen in der erforderlichen Qualität und in harmonisierter Form bereitstellen, um die Sicherheit der Leitungen und Infrastrukturen bei Interventionen im Untergrund sowie die Digitalisierung und Koordination in Planung, Projektierung und Bau zu unterstützen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur sicheren Versorgung der Gesellschaft mit Energie, Wasser und Kommunikation sowie zur Entsorgung geleistet.
